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Neue kommen oft mit der Befürchtung, mit dem Nikotinkonsum
nicht aufhören zu können. Sie fragen sich, wie die Anonymen Nikotiniker
funktionieren. Bei unseren Meetings sagen wir oft „Es hilft, wenn wir etwas
dafür tun“.
Erfahrungsgemäß kommt viel auf unsere Haltung an. Es gibt
drei grundsätzliche Prinzipien nach denen unser Programm funktioniert. Das sind
Ehrlichkeit,
Offenheit und Bereitschaft.
Ehrlichkeit ist der Gegenpol zu den
Lügen, die wir uns selbst erzählt haben, den Ausreden und Entschuldigungen,
die wir benutzt haben, um unser Verhalten mit Nikotin zu rechtfertigen und
aufrecht zu erhalten. Ehrlichkeit ist ein Weg der Selbstfindung, bei dem wir
unseren wirklichen Sinn finden und unsere Fähigkeiten. Auf unserer Reise
entdecken wir schlechte Gedanken, welche die Überzeugungen über uns und dem
Leben gegenüber beeinflusst haben. Je ehrlicher wir uns selbst gegenüber sind,
desto stärkeres Selbstvertrauen bauen wir auf.
Offenheit erlaubt uns, die Weisheit
des Programms zu erkennen, die Unterstützung unserer NicA Freunde anzunehmen
und die Fürsorge einer Höheren Macht. Ein offenes Herz lädt Gelegenheiten ein.
Offenheit bringt den Mut herbei, der Veränderungen ermöglicht.
Bereitschaft bringt uns zur Tat.
Handeln führt zu Hoffnung, ergründet Möglichkeiten und inspiriert uns jenseits
von Zweifeln und Ängsten, die uns in der Vergangenheit unfrei gehalten haben.
Bereitschaft trägt uns voran zur Erfahrung von Freiheit, Freude und Gelassenheit,
der Belohnung von Genesung.
Die Entwicklung beginnt wenn eine Neuer als willkommener Zugehöriger
in den Raum kommt. Die einzige Erfordernis für die Zugehörigkeit ist der
Wunsch, mit dem Nikotinkonsum aufzuhören. (Siehe auch das Faltblatt „An die
Neuen + Sponsor“)
Bei den Meetings hören die Neuen aus erster Hand über den
Kampf, das Eingeständnis der Machtlosigkeit und die Freiheit in der Genesung.
Zum Teil war der Kampf Folge unserer Versuche, alleine
mittels unserer Willenskraft gegen eine Substanz höchsten Suchtpotenzials
anzutreten. Nikotin greift tief in die Hirnchemie ein an Stellen, welche
Einfluss haben auf Verhalten, Verstand und Erinnerung.
Das Verstehen unserer Machtlosigkeit gegenüber dem Nikotin
befähigte uns, von ungeeigneten Versuchen aus der Vergangenheit loszulassen.
Durch die Kapitulation wurden wir offen für alles, das dieses Programm bietet
und auch für die Fürsorge einer Macht, die größer ist als wir selbst.
Die von NicA Freunden erlangte Freiheit begeisterte uns
und demonstrierte, dass
„Es hilft, wenn wir etwas dafür tun“.
Wir arbeiten im Programm und mit den Werkzeugen (siehe
Faltblatt „Programm + Werkzeuge“). NicA schlägt vor, die 12 Schritte und 5
Werkzeuge anstatt Nikotin zu benützen. Wir haben gemerkt, dass es besser hilft,
auf die Lösung zu schauen, als auf das Problem.
Wir treffen uns in Gruppen um miteinander unsere
Erfahrung, Kraft und Hoffnung zu teilen. Die Kräfte und Hoffnungen von allen geben
mehr Kraft und Hoffnung für den Weg des einzelnen zu nikotinfreiem Leben.
Genesung ist eine Entwicklung. Jeder geht in seiner
eigenen Geschwindigkeit. Dies ist ein ruhiges, ernsthaftes Programm.
Unsere Gemeinschaft bietet ein „wir Programm“
gegenseitiger Unterstützung. Neue helfen anderen „es grün zu halten“, indem sie
daran erinnern, woher wir kommen. Neue merken, dass sie weder einzigartig sind,
noch alleine, hinsichtlich dessen, wie Nikotin in ihre Leben eingegriffen hat.
Ob in Meetings, am Telefon, über Email: In Zeiten der Not ist es wichtig, eine
menschliche Verbindung zu haben. Das kann Ausschlag geben zwischen
Nikotinkonsum oder frei werden und bleiben.
Anfangs haben viele von uns bei bestimmten Schritten
gezögert oder vor der Nutzung aller Werkzeuge. Manche von uns wollten einen
leichteren Weg. Allerdings haben wir gelernt, dass Erlangen von Nikotinfreiheit
die Bereitschaft erfordert, alles Erdenkliche zu tun. Abkürzungen haben uns
kurz vor unserem Ziel verlassen. Wir standen am Umkehrpunkt und die Schritte gaben die Richtung vor – einen
spirituellen Ansatz, Freiheit von Nikotin zu erreichen und aufrecht zu
erhalten.
Die zwölf vorgeschlagenen
Schritte
Dies sind die Schritte*, mit denen wir arbeiten
- nur für heute:
1.Wir gaben zu, dass wir dem
Nikotin gegenüber machtlos waren - und unser Leben nicht mehr meistern konnten.
2.Wir kamen zu dem Glauben,
dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere geistige Gesundheit wieder
geben kann.
3.Wir fassten den
Entschluss, unseren Willen und unser Leben der Sorge Gottes - wie wir ihn
verstanden - anzuvertrauen.
4.Wir machten eine
gründliche und furchtlose Inventur in unserem Inneren.
5.Wir gaben Gott, uns selbst
und einem anderen Menschen gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu.
6.Wir waren völlig bereit,
all diese Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen.
7.Demütig baten wir Ihn,
unsere Mängel von uns zu nehmen.
8.Wir machten eine Liste
aller Personen, denen wir Schaden zugefügt hatten, und wurden willig, ihn bei
allen wieder gutzumachen.
9.Wir machten bei diesen
Menschen alles wieder gut - wo immer es möglich war -, es sei denn, wir hätten
dadurch sie oder andere verletzt.
10.Wir setzten die Inventur
bei uns fort, und wenn wir unrecht hatten, gaben wir es sofort zu.
11.Wir suchten durch Gebet
und Besinnung die bewusste Verbindung zu Gott - wie wir Ihn verstanden - zu
vertiefen. Wir baten Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und
uns die Kraft zu geben, ihn auszuführen.
12.Nachdem wir durch diese
Schritte ein spirituelles Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese
Botschaft an Nikotinsüchtige weiterzugeben und unser tägliches Leben nach
diesen Grundsätzen auszurichten.
Zu Beginn der Arbeit hatten viele von uns das Gefühl, das
Programm fordere zu viel von uns. Sei nicht entmutigt, wenn solche Gefühle in
Dir aufkommen. Zunächst kannst Du Dich aufs Zuhören beschränken, dann Deine
Geschichte mitteilen (mit den anderen teilen). Lies die Literatur, telefoniere,
suche Dir einen Sponsor. Übernehme mit der Zeit einen Dienst und übe die
Prinzipien des Programms in deinem Alltag, so wie Du es kannst.
Wer zu uns gehört sucht Fortschritt und nicht Perfektion.
Wichtig ist: lasse Dich blicken!
Glauben an eine Höhere
Macht zu erlangen ist persönliche Entwicklung des Verständnisses des einzelnen.
Für manche wird die Gruppe zu einer Art Höherer Macht. Offenheit für die
Fürsorge einer Höheren Macht ist ein spirituelles Prinzip, welches vielen
geholfen hat, frei zu werden von seelischer und körperlicher Fessel der Sucht.
Die Zwölf Schritte, zusammen mit unseren persönlichen
Geschichten von Sucht und Genesung lassen
vier wesentliche Einsichten
erkennen:
·Wir sind nikotinsüchtig.
·Das hat unsere Leben in
Gefahr gebracht.
·Wir konnten nicht aus
eigener Kraft mit dem Nikotinkonsum aufhören.
·Eine Macht, größer als wir selbst, konnte uns helfen, weil
wir deren Hilfe in der Gemeinschaft anderer Nikotiniker suchten.
Durch dieses Genesungsprogramm, die Unterstützung unserer
ganzen Gemeinschaft und eine Höhere Macht haben wir einen Weg zum Leben ohne
Nikotin gefunden. Dies war unser Weg zu neuer Freiheit. Das hat uns geholfen.
Willkommen bei den Anonymen Nikotinikern.
*Die Zwölf Schritte wurden abgedruckt und angepasst mit Erlaubnis von Alcoholics Anonymous World Services Inc.
Erlaubnis zu Abdruck und Anpassung der Zwölf Schritte bedeutet nicht, dass AA
mit diesem Programm verbunden ist. AA ist ein Programm der Genesung von Alkohol
– Nutzung der Zwölf Schritte in Verbindung mit anderen Programmen und
Aktivitäten nach dem Muster von AA, die jedoch andere Probleme ansprechen,
bedeutet nichts darüber hinausgehendes.
Die Zwölf Schritte der Anonymen Alkoholiker:
1. Wir gaben zu, dass wir dem Alkohol
gegenüber machtlos sind – und unser Leben nicht mehr meistern konnten. 2. Wir
kamen zu dem Glauben, dass eine Macht, größer als wir selbst, uns unsere
geistige Gesundheit wiedergeben kann. 3. Wir fassten den Entschluss, unseren
Willen und unser Leben der Sorge Gottes – wie wir Ihn verstanden –
anzuvertrauen. 4. Wir machten eine gründliche und furchtlose Inventur in
unserem Inneren. 5. Wir gaben Gott, uns selbst und einem anderen Menschen
gegenüber unverhüllt unsere Fehler zu. 6. Wir waren völlig bereit, all diese
Charakterfehler von Gott beseitigen zu lassen. 7. Demütig baten wir Ihn, unsere
Mängel von uns zu nehmen. 8. Wir machten eine Liste aller Personen, denen wir
Schaden zugefügt hatten und wurden willig, ihn bei allen wieder gutzumachen. 9. Wir machten bei diesen Menschen alles wieder gut – wo
immer es möglich war –, es sei denn, wir hätten dadurch sie oder andere
verletzt. 10. Wir setzten die Inventur bei uns fort, und wenn wir Unrecht
hatten, gaben wir es sofort zu. 11. Wir suchten durch Gebet und Besinnung die
bewusste Verbindung zu Gott – wie wir Ihn verstanden – zu vertiefen. Wir baten
Ihn nur, uns Seinen Willen erkennbar werden zu lassen und uns die Kraft zu
geben, ihn auszuführen. 12. Nachdem wir durch diese Schritte ein spirituelles
Erwachen erlebt hatten, versuchten wir, diese Botschaft an Alkoholiker
weiterzugeben und unser tägliches Leben nach diesen Grundsätzen auszurichten.
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