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Angesichts tödlicher Anziehung

Du bist nicht allein

Die meisten, welche weiter Nikotinprodukte konsumieren tun dies, weil sie nicht aufhören können. Tabaksrauchen ist die meistverbreitete Nikotinform. Weltweit rauchen 47,5% der Männer und 10,3% der Frauen jährlich insge­samt 6 Billionen Zigaretten (WHO, 2008).

Wenn du nikotinfrei sein möchtest, mag es angenehm sein zu wissen, dass du in zahlreicher Gesellschaft bist. Im Jahr 2000 wollten 70% aller erwachsenen Raucher in den USA aufhören und 41% hatten im vorangegangenen Jahr beim Versuch aufzuhören für wenigstens einen Tag nicht geraucht (Centers for Disease Control and Prevention).

Vielleicht ermutigt, dass ‚seit 1965 über 49% aller Erwachsenen die je rauchten wieder aufgehört haben’ (American Heart Association, 2008). Mit unserem Gene­sungsprogramm gegenseitiger Unterstützung haben wir einen Weg zu nikotinfreiem Leben gefunden, nur für heute.

Nikotin ist gemäß der American Lung Association:

·   Gift und Insektenvertilgungsmittel

·   Binnen 7 Sekunden nach der Inhalation im Hirn des Menschen, doppelt so schnell als nach Injektion

·   wirksam in Gehirn und Zentralnervensystem. Es ändert Pegel von Neurotransmittern und Stoffen, welche Stimmung, Lernen, Wachsamkeit und Konzentrationsfähigkeit steuern

·   pulsbeschleunigend, zugleich blutgefässverengend, somit Blutkreislauf beeinträchtigend

·   in der Lage, stimulierend oder sedierend zu wirken, je nach Nikotinspiegel und Tageszeit. Rauchen löst Freisetzung von euphorisierenden Endorphinen aus

·   ab dem ersten Konsum toleranzaufbauend: Um die Wirkung zu erhalten und Entzugserscheinungen zu unterdrücken muss die Dosis gesteigert werden.

Warum das Aufhören nicht leicht ist

Inzwischen ist weithin akzeptiert, dass Nikotin eine be­sonders süchtigmachende und stimmungsverändernde Substanz ist. Allerdings besteht eine der verwirrenden Eigenschaften von Nikotin darin, dass sein Griff nicht bei jedermann derselbe ist. Auch wenn genetische und bio­chemische Forschungen einzelne der verschiedenen mächtigen Wirkungen von Nikotin beschreiben, sind diese und Auseinandersetzungen darüber ‚kein Thema für die Gemeinschaft der Anonymen Nikotiniker’.

Einzelne Nikotinkonsumenten mögen Genussraucher sein, andere sind nikotinsüchtig. Dabei erlebt die über­wiegende Mehrheit die ausgewachsene Sucht, bei der Nikotin körperlichen Druck schafft, mit der geistigen Besessenheit, es fortwährend zu konsumieren. Diese Wirkungen mögen dadurch verschleiert sein, dass es so leicht ist, entsprechenden Vorrat zu beschaffen und auf­recht zu erhalten. Oft erst, wenn der Bestand ausgegan­gen ist und er oder sie plötzlich inmitten einer Tätigkeit raus muss, um die Droge zu beschaffen, decken die ver­räterischen Entzugserscheinungen die Wahrheit auf.

Im Faltblatt ‚Anonyme Nikotiniker stellen sich vor’ steht mehr über das Verhalten von Nikotinsüchtigen. Hier nur einige wenige Gründe, warum es nicht leicht ist, mit dem Nikotinkonsum aufzuhören:

·   Das Risiko süchtig zu werden ist bei denen, die Crack v Alkohol probieren 1 zu 6 v 1 zu 10.Es ist bei Rauch­ern 9 zu 10 (Chef d. klinischen Heilmittelkunde am National Institute of Drug Abuse).

·   Im Beitrag ‚Nikotin härter als Heroin’ des New York Times Magazins steht „...Nikotin ist so sehr süchtig machend ist wie Heroin, Kokain oder Amphetamine und für die meisten Menschen stärker als Alkohol“.

·   Etwa die Hälfte aller Nikotinkonsumenten beginnt mit 13 Jahren und 90% fangen unter 19 damit an.         
1996 bezeichnete Dr. David Kessler von der U.S. FDA Nikotinsucht als ‚Kinderkrankheit’.

·   Tabakskonsum ist ein vertrautes Verhalten, dem man immer noch in vielen öffentlichen Bereichen begegnen kann. Daraus mag, besonders für Kinder, der Eindruck entstehen, dass Tabakskonsum ungefährlich sei.

Wenn Nikotinkonsumenten dazu bereit sind aufzuhören, sind sie nicht nur körperlich süchtig. Sie hatten über Jahre intensive psychische und kulturelle Verknüpfun­gen aufgebaut, die als vertraute Auslöser zu Nikotin­konsum führen können.

Unsere Sucht

Unser Nikotinkonsum bewirkte, dass wir unsere Leben nicht mehr meistern konnten und fast immer beeinträch­tigte er auch andere. Wir haben akzeptiert, dass Nikotin­sucht eine physische, mentale, emotionale und spirituelle Krankheit ist.

Nikotinkonsum beeinflusste unser Verhalten und unsere Einstellungen. Das kontinuierliche Verlangen nach Nikotin prägte unser Denken und wir glaubten, wir könn­ten nicht ohne leben. Wir haben etliche Rationalisie­rungen und Ausreden erfunden, um unseren Nikotin­nachschub aufrecht zu erhalten.

Biochemische Wirkungen mögen eine falsche Freude und das Gefühl der Beherrschung suggeriert haben, doch wir waren außer Kontrolle. Ein Zug oder eine Prise war zu viel – und tausend waren nie genug.

Uns selbst überlassen hätten wir weiterhin unsere Kör­per zerstört, unsere Gefühle unterdrückt und unsere Familien, Geliebte und Freunde verprellt.

Die Auswirkung auf körperliche Gesundheit

In Konzentration auf Genesung leben wir ein ehrliches Programm. Wir hören damit auf, die Gefahren des Nikotins zu verleugnen.

Über 50.000 wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Tabakskon­sum und Krankheit besteht. Der U.S. Gesundheits­minister sagte „...Rauchen ist die bestdokumentierte Krankheitsursache, die je in der Medizingeschichte untersucht wurde.“

Die Anzahl der Tabakstoten ist wesentlich größer als die Zahl der Todesfälle wegen illegaler Drogen und Alkohol zusammen. Weltweit sterben 5,4 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakskonsums. Die Hälfte der heuti­gen Raucher wird vermutlich an Erkrankungen sterben, welche mit Tabak im Zusammenhang stehen. Wenn es so weitergeht werden es 2030 jährlich 8 Millionen Tabakstote und insgesamt bis zu einer Milliarde im 21. Jhd. (WHO 2008).

Laut Gesundheitsminister verursacht das Zigaretten­rauchen eine lange Liste von Krebsarten, Herz- und Lungen-Krankheiten. Auch beginnen bei Frauen die Wechseljahre 1 bis 2 Jahre früher; Rauchen trägt zu auf­fälligen PAP-Abstrichen und Gebärmutterhalskrebs bei. Es führt zu vorzeitigen Runzeln, besonders um Mund und Augen. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann Rauchen sexuelle Aktivität verringern.

Für Konsumenten von Kautabak ist das Risiko an Wan­gen- oder Gaumen-Krebs zu erkranken gegenüber an­deren 50 Mal so groß. (Amerik. Krebsgesellschaft 1998).

Rauchen verursacht auch Verletzungen und Todesfälle infolge von Wohnhausbränden, Waldbränden und allerlei Unfällen.

Immer mehr Studien zeigen Verbindungen zu vielen anderen Gesundheitsproblemen.

Die Auswirkung des Passivrauchens

Tabaksrauch ist für Nichtraucher ebenso gefährlich wie der direkt inhalierte Rauch für den Raucher selbst (Mundkrebsgesellschaft 2008). Im Tabaksrauch sind mehr als 60 krebsauslösende Chemikalien enthalten (Nationales Krebs Institut 2007).

Obgleich die Anzahl der dem Tabaksrauch ausgesetzten Amerikanischen Nichtraucher zurück ging, von 88% (1996) auf 43% (U.S. Gesundheitsminister, 2002), führt Passivrauchen jährlich zu ca. 3.400 Lungenkrebsopfern und 46.000 Herzinfarktopfern unter den erwachsenen Nichtrauchern in den USA (Cal EPA 2005).

Rauchende Eltern haben jährlich 2.800 Totgeburten und 2.000 plötzliche Kindstode in den USA zu verantworten (Pediatric and Adolescent Medicine, 1997).

Kinder, welche in den USA zu Hause Tabaksrauch aus­gesetzt waren hatten:

·   300.000 Fälle von Lungenentzündung und Bronchitis (American Lung Association, 2007)

·   erhöhtes Erkrankungsrisiko an Asthma, schwerer Mittelohrentzündung und anderen Leiden (U.S. Gesundheitsminister, 2007)

·   verringerte Lernfähigkeit hinsichtlich Lesen, Mathe und Logik (Pediatric Academic Societies, 2002)

·   erhöhte Häufigkeit von Verhaltensproblemen (Cincinnati Children's Hospital Medical Center, 2006) and ADS (Nat. Inst. of Env. Health Sciences, 2007)

Im Amerikanischen Journal für Epidemiologie von 1991 steht, dass

·   Kinder rauchender Eltern um drei bis vier Mal größere Wahrscheinlichkeit schwerer Infekte haben, welche Klinikeinlieferung erfordern

·   Kinder, die vorgeburtlich rauchendem Vater oder Mutter ausgesetzt waren ein erhöhtes Leukämie- und Lymphom-Risiko tragen.

Rauchende Schwangere verdoppeln das Risiko eines geringen Geburtsgewichtes des Kindes. Sie vergrößern die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Entbindung z.B. Schwangerschaftsblutung, Riss und Bluten der Plazenta und Frühgeburt (U.S. Gesundheitsminister).

Schwangere Raucherinnen erhöhen das Risiko, dass ihr Neugeborenes geistig zurückbleibt um 75% (Pediatrics, Apr. 1994)

Verdünnen, Ventilieren oder ‚Luftreinigung’ sind keine annehmbaren Mittel gegen die Risiken, an Lungenkrebs oder Herzinfarkt folglich Passivrauchens zu erkranken (OSHA 1994). Es gibt keinen unbedenklichen Pegel der Tabaksrauchbelastung (U.S. Gesundheitsminister 2007).

Bewusstheit dieser Gefahren wird wichtig, wenn wir an den Schritten 4, 8 und 9 arbeiten. Wenn wir unsere ‚Entschuldigungen’ beiseite lassen, können wir verschie­dene Charakterfehler erkennen, die es uns ermöglicht haben zu rauchen und die Gesundheit anderer außer Acht zu lassen. Neues Bewusstsein kann uns dazu führen, angemessen Entschädigung zu leisten und unsere eigene spirituelle Genesung voranzubringen.

Andere Formen des Nikotinkonsums

Wir bieten ein Genesungsprogramm für Freiheit von Nikotin. Wir nehmen hin, dass Nikotin eine giftige und süchtig machende Substanz ist, welche unsere Lebensqualität gefährdet. Unsere Zehnte Tradition sagt ‚Anonyme Nikotiniker nehmen niemals Stellung zu Fragen außerhalb ihrer Gemeinschaft...’. Weder befür­worten, noch bekämpfen wir Verfahren der Nikotin­zufuhr, z.B. Nikotinkaugummi oder -Pflaster. Diese Themen müssen von jedem Betroffenen selbst beurteilt werden. Doch wir sind eine Gemeinschaft von Männern und Frauen, die einander gegenseitig helfen, nikotinfrei zu leben.

Wir suchen Klarheit und Ehrlichkeit als Teil unserer per­sönlichen Genesung gleichwie Einigkeit in der Zielsetz­ung für unser gemeinsames Wohlergehen. Wir unter­stützen uns gegenseitig im Streben nach Nikotinabsti­nenz, indem wir Fortschritte auf unseren persönlichen Wegen zu spirituellem Erwachen (mit-)teilen.

Was du mit Aufhören gewinnst

Auch wenn es bleibende Folgen unseres vergangenen Verhaltens geben mag: Unsere Genesung ist es wert, selbst über sehr steinige Wege erreicht zu werden. Wir haben festgestellt, dass wir ehrlich und wachsam sein müssen um nikotinfrei zu bleiben. Arbeit in den Schritten führt uns zum Geschenk der Genesung.

Körperliche Pluspunkte - aus dem Bericht ‚Gesundheits­vorteile des Nichtrauchens’ (Gesundheitsminister 1990):

1.    Leute welche zu rauchen aufhören leben länger als jene, die weiterrauchen.

2.    Selbst jene profitieren davon, die in höherem Alter und bereits an Raucherkrankheit leidend aufhören,.

3.    Frauen, welche vor der Schwangerschaft oder in de­ren ersten 3 – 4 Monaten mit dem Rauchen aufhören, bringen Kinder zur Welt, welche das gleiche Geburtsgewicht haben wie solche von Müttern die noch nie geraucht haben.

4.    Die gesundheitlichen Vorteile des Aufhörens über­wiegen bei weitem alle Risiken der durchschnittlichen 3 kg Gewichtszunahme oder seiner möglichen psychischen Auswirkungen.

Zusätzlich zu vielen körperlichen Vorteilen entdecken Freunde bei den Anonymen Nikotinikern auch viele andere Segnungen, wenn sie frei werden vom demorali­sierenden Kreislauf der Nikotinsucht. Beispiele:

1.    Im Maß in dem wir in den Schritten arbeiten, wächst unser Selbstwertgefühl.

2.    Wir fühlen Erleichterung durch Entfernen einer Bedrohung unseres Lebens.

3.    Wir werden dankbarer für die Unterstützung, die uns andere geben können.

4.    Unsere neue Hoffnung inspiriert uns zu anderen Verbesserungen.

5.    Wir sind Schönem gegenüber aufmerksamer und haben dafür mehr Zeit und Energie.

6.    Wir spüren neue Klarheit und Sicherheit in unserem emotionalen Leben.

7.    Wir lernen, für unser Leben zu sorgen, anstatt dieses aufs Spiel zu setzen.

8.    Wir sind gestärkt, dem Leben zu begegnen und es zu seiner Zeit anzunehmen.

9.    Wir sind dankbar für größere Bewusstheit unserer Verpflichtungen.

10. Wir bekommen ein vernünftigeres Vertrauen zu uns und anderen.

11. Wir erleben stärkere spirituelle Verbundenheit mit unserer Höheren Macht.

12. Unser Leben verbessert sich auf viele Arten, welche zuvor nicht denkbar waren.

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Meetings in Schwäbisch Hall sind

donnerstags von 18 Uhr bis 19 Uhr 30 im

Haus der Vereine, Am Schuppach 7 

Kontakttelefon ab 18 Uhr: 07904 8369

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